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Übers Reden reden

Übers Reden reden – muss das denn sein? Ja, denn wer erfolgreich in jeder Beziehung sein will, muss wissen, wie er erfolgreiche Gespräche führt und steuert. Wer kennt die Situation nicht, dass ein wichtiges Gespräch auf der Tagesordnung steht und man am Ende bemerkt, dass nicht alles gesagt wurde, was man sagen wollte. Man weiß eigentlich gar nicht so genau, was der Gesprächspartner erzählt hat. Und im größeren Kreis wird keine verbindliche Regelung, wer erledigt was bis wann, getroffen. Menschen verstehen immer weniger, sich genau auszudrücken und hören einander nicht zu. Wenn Sie erfolgreich in jeder Beziehung werden wollen, sind Sie mit nachfolgenden zehn Regeln für eine positive Gesprächsführung immer up-to-date.

DIE VORBEREITUNGSPHASE
Man plant die Karriere oder den nächsten Urlaub. Warum also wird wo wenig Zeit in die richtige Vorbereitung auf ein anstehendes Gespräch investiert? Ordnen Sie Ihre Gedanken, formulieren Sie im Vorfeld Ihre Wünsche und Forderungen. Überlegen Sie sich, welche Einwände auftreten könnten und wie Sie kontern können. So sind Sie in jeder Situation gegen Einwände gewappnet und erreichen spielend Ihr Ziel.

AUFRICHTIGES INTERESSE AM GEGENÜBER
Wie würden Sie während eines Gespräches reagieren, wenn Sie bemerken, dass Ihnen nicht zugehört wird und Ihre Gesprächsbeiträge ungehört im Raum verhallen? Das ist ein sehr frustrierendes Gefühl, das jegliche Motivation rauben kann, sich überhaupt noch zu engagieren. Deshalb sollte dem Gesprächspartner gezeigt werden, dass ein aufrichtiges Interesse an seiner Meinung besteht. Durch Nachfragen nach Details wird eine Vertrauensbasis geschaffen. So wird dem Gesprächspartner signalisiert, dass ein wahres und nicht nur ein oberflächliches Interesse an seiner Meinung besteht.

ZUHÖREN: DER SCHLÜSSEL ZUR SYMPATHIE
Erinnern Sie sich noch an den sprichwörtlichen Ausdruck für besonders redselige Zeitgenossen? Man sagt „Er hört sich am liebsten selber reden“. Der Ausspruch war schon immer mit einem negativen Beigeschmack behaftet. Jeder, der sehr gut zuhören kann, ist den Menschen sympathisch. Sympathie entsteht erst durch aufmerksames Zuhören, da der Gesprächspartner das Gefühl hat, dass in diesem Moment ihm alle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Zuhören ist eine der intensivsten Formen der Zuwendung. Durch das Zuhören wird dem Gegenüber bewusst, dass er im Moment die wichtigste Person für mich ist.

BEWÄLTIGUNG VON MITARBEITERPROBLEMEN
Als Führungskraft muss man sich aufrichtig für die Ziele seiner Gesprächspartner und ebenfalls für ihre Sorgen und Nöte interessieren. Wenn man sich nicht darum kümmert, braucht man sich nicht zu wundern, wenn wertvolle Mitarbeiter resigniert ihre Tätigkeit ausführen und in den „Inneren Ruhestand“ treten. Wenn man sich als Führungskraft für seine Mitarbeiter interessiert, fühlt sich der einzelne Mitarbeiter als ein wichtiger Teil des ganzen Systems. Ein offenes Ohr muss für den Mitarbeiter immer vorhanden sein, und das nicht nur bei positiven Ereignissen, sondern auch bei Rückschlägen. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl motiviert jeden einzelnen Mitarbeiter zu Höchstleistungen.

KÖPERSPRACHE
Beim Sprechen bewegt sich nicht nur der Mund, sondern der ganze Körper. Lernen Sie die Körpersprache des Gegenübers zu verstehen, dann wissen Sie schon im Vorfeld, in welcher Stimmungslage er sich befindet. Bei einer Gehaltsforderung wird der Körper z. B. eine ganz andere Sprache sprechen als bei der Mitteilung, dass ein gewinnträchtiges Geschäft geplatzt ist.

IMMER DIE RUHE BEWAHREN
Es passiert häufiger, als man denkt, dass Dinge gesagt werden, die später bitter bereut werden und Konsequenzen nach sich ziehen. Ob im geschäftlichen oder privaten Bereich gilt: In jeder Gesprächssituation ist erst einmal Ruhe zu bewahren, bis die Situation eingeschätzt werden kann. Bis dahin sind Emotionsausbrüche „auf Eis zu legen“. Zuerst muss man eine Meinung hinterfragen, um sie wenigstens ansatzweise zu verstehen. Durch das Hinterfragen kann die Meinungsbildung nachvollzogen werden und man lernt auf diese Weise die verschiedensten „Denkweisen“ kennen.

„SPRECHEN“ SIE, OBWOHL SIE NICHTS SAGEN
Senden Sie Zuhör-Signale: Kopfnicken, Kurzworte, Detail-Fragen. Somit signalisieren Sie dem Gesprächspartner, dass ihm die volle Aufmerksamkeit geschenkt wird und nur auf ihn alle Konzentration gerichtet ist. Das bietet Sicherheit für das Gespräch.

NOTIZEN HELFEN
Ist es Ihnen nicht auch schon passiert, dass ein Gespräch beendet wurde und Ihnen im Nachhinein noch „tausend Dinge oder Argument“ eingefallen sind, die Sie eigentlich loswerden wollten? Mit Gesprächsnotizen wäre Ihnen das nicht passiert! Notieren Sie sich vor oder während eines Gespräches, was Sie noch zu sagen haben – so sind Sie gut vorbereitet oder brauchen während des Gespräches Ihrem Gegenüber nicht ins Wort zu fallen.

FRAGEN UND ZUHÖREN
Durch Fragen und Zuhören erhält man wichtige Informationen und führt ein Gespräch zum Erfolg, und zwar für beide Partner. Man lernt andere Sichtweisen einer Situation kennen und verstehen und kann diese, mit neuen Sichtweisen, auf andere Bereiche oder Projekte übertragen. Jeder muss zu Wort gekommen sein und sich verstanden fühlen – sonst findet kein Gespräch statt. Die verschiedenen Probleme oder Ansichten wurden ruhig ausdiskutiert und bereinigt bzw. der andere versteht, warum man auf diese Weise handelt oder handeln muss.

VERTRAUEN SCHAFFEN
Durch einen echten Dialog wird ein Vertrauensverhältnis geschaffen. Dies bewirkt, dass man sich in einem Gespräch ruhig und sicher fühlt. Nur wer sich selbst gut und sicher fühlt, kann andere überzeugen und mitreißen. Durch eine gesteigerte Kontaktfreude wird man immer beliebter, man wird zu einem Meister im Aufbau und in der Pflege von menschlichen Beziehungen. Wenn Sie diese Regeln beachten, werden Sie feststellen, dass Ihre Gespräche positiver als bisher verlaufen. Ihre Partner werden sich auf ein Gespräch mit Ihnen freuen und Sie müssen keine Monologe halten, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen.