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Die eigene Marke in der Präsentation

Eine Präsentation ist wie ein Markenname. Kunden werden seltener durch einen Slogan oder die Verpackung an ein Produkt gebunden, sondern viel häufiger über Symbole, die sich über lange Zeit etabliert haben. In einer Präsentation besteht nicht die Möglichkeit, langsam und kontinuierlich etwas zu erwirken. Der erste Eindruck zählt. Doch genauso wie bei der Grundsteinlegung für einen Markennamen ist es wichtig, Präsentationen eine Auswirkung zu verleihen, mit der der Interessent / Kunde sofort ein angenehmes Gefühl verbindet und so bereit ist, sich eine Präsentation anzuhören oder zu –sehen.

Die Marke in einer Präsentation ist auf der einen Seite das eigene, persönliche Profil, auf der anderen Seite natürlich der Stand sowie der Eindruck des Unternehmens auf die Geschäftspartner. Es ist nicht ausreichend, wenn der gute Ruf des Produktes einem vorauseilt. Durch unbedachte Handlungen (Wort und Tat) können gute Geschäftsbeziehungen schneller vernichtet werden, als sie aufgebaut waren. Kennwerte wie Tradition, Vertrauen, Qualität und Kontinuität müssen immer intakt sein. Viele Präsentationen versuchen andere Produkte, Ideen etc. aus dem Markt zu drängen. Wichtig ist jedoch, die Differenzierung des eigenen Produkts und der firmeneigenen Leistung hervorzuheben und dabei trotzdem immer auf Aktualität und Sympathie zu achten.

Eine Präsentation muss de facto also nicht nur stimmen, sondern geradezu markant sein, damit sie das Potenzial hat, als Markenzeichen gilt und bleibenden Eindruck hinterlässt. Der Vorteil der sich daraus entwickelt ist die Langlebigkeit, die sich im Gedächtnis des Rezipienten verwurzelt. Hat man dies geschafft, entsteht daraus eine Beziehung mit Dauerhaftigkeit.

Eine starke Präsentation ist ein Unterpfand. Unverwechselbar und ansprechend. Gut gemacht sorgt sie auch in schlechten Zeiten für treue Kunden. Ist die Präsentation gut gemacht und der Wiedererkennungswert gegeben, reicht ein Blick auf das Eingangsbild dann schon, um eine Emotion bei dem Rezipienten zu erzielen. Dazu ist es wichtig, in einem Unternehmen ein allgemeingültiges Grundlayout zu haben, an das sich alle halten. Wurde in einem Unternehmen ein aussagekräftiges Masterlayout erstellt, dann ist wieder der einzelne gefragt. Häufig wird der Präsentationserstellung selber nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt und sogar als lästige Pflicht abgetan, kommt dann noch Zeitdruck hinzu führt dies häufig dazu, dass die gesteckten Ziele nicht erreicht werden. Manch ein Mitarbeiter ist mit der Erstellung einer Präsentation auch einfach überfordert.

Eine ansprechende Präsentation erfordert viel Engagement, denn nur so kann sie das Interesse wecken und zu einer Bindung zwischen Unternehmen und Kunden führen. Mit dem Computer umzugehen, kann jeder lernen, doch Kreativität und Wortsinn sind Fertigkeiten, die sich jeder Einzelne mehr oder weniger erarbeiten muss. Hierbei ist zu beachten, dass der Rezipient sich häufig keine Botschaften merken kann, die über das Wesentliche hinausgehen. Bei einer überfüllten Präsentation schlägt die Komplexitätsfalle erbarmungslos zu. Gute und erfolgreiche Präsentationen stehen für ein zentrales Versprechen, dass der Rezipient kennt. Zusatzinformationen sind meistens irrelevante Botschaften, die rasch vergessen werden. Zusatzinformationen sind zwar gut, haben aber nicht den Anspruch, von dem Empfänger wahr- und aufgenommen zu werden.

Aus diesem Grunde ist bei jeder Erstellung einer Präsentation auch immer eine Selbstreflexion notwendig. Charakteristisch ist der Präsentator mit seinen Ideen, den Visionen und der Verantwortung gegenüber dem Produkt, also dem was dargestellt wird in der Präsentation. Nur wer seine eigenen Stärken und Schwächen genau ergründet, kann sich auch gegenüber dem Wettbewerb hervorheben. Aus diesem Grunde sollte bei einer Präsentation überflüssige Worte gestrichen bzw. nicht gesagt und Abläufe gebündelt werden. Ohne den festen Willen eigen- und einzigartig zu sein, geht es nicht. Gesunde Abneigung gegenüber Nachahmung sollte entwickelt werden, da sonst der Präsentator an Authentizität verliert. Optimal wird eine Präsentation, wenn sie einen emotionalen Zusatznutzen liefert.

Bei einer Präsentation wird häufig der Gesamteindruck unterschätzt. Hierzu gehören Freundlichkeit und Kompetenz, angenehme Räumlichkeiten bis hin zum Auftritt in der Öffentlichkeit sind von großer Bedeutung. Hierzu ist es notwendig im eigenen Unternehmen klare "Richt-"Linien zu haben. Fragen wie: "Wer sind wir als Unternehmen", "Was wollen wir mit der Präsentation erreichen", "Wofür wollen wir mit unserer Leistung glaubwürdig stehen" sind essentiell und sollten im Vorfeld geklärt werden. Vorteilhaft ist auch, wenn in einer Präsentation dargestellt wird, was das eigene Unternehmen bzw. das präsentierte Produkt aus Sicht des Marktes unverwechselbar macht. Dies ist nicht zu verwechseln mit einer vergleichenden Präsentation, in der versucht wird, das Produkt des Mitwerbers abzuwerten. Die Stellung am Markt sowie die Besonderheiten des Unternehmens / Produkts können rhetorisch / kommunikativ und in der Präsentation immer ohne Vergleiche und Abwertung gesteuert werden. Eine Präsentation sollte immer gezielt und strategisch erstellt werden.

Von Bedeutung kann hierbei sein, dass in der Forschung ermittelt wurde, dass das menschliche Hirn in seiner Wahrnehmung nicht zwischen dem Konsumgüterprodukt eines Großkonzern und dem Angebot des kleinen bzw. mittleren Unternehmens unterscheidet. Das Kaufverhalten entsteht, wenn ein Kunde die Bedeutung eines Produkts erkennt und als positiv belohnend bewertet. Die Entscheidung etwas zu akzeptieren erfolgt im Kopf, wenn bei dem Zuhörer folgende Werte angesprochen werden: Sicherheit, Genuss, Erregung, Abenteuer, Autonomie, Disziplin. Nur dadurch entsteht eine Differenzierung von Marken. Das menschliche Gehirn wählt immer das aus, was die größte mögliche Belohnung verspricht – und zwar ohne dass uns die Entscheidung bewusst wäre. Jede Farbe, jede Form, jeder Wortlaut und jedes Bild haben dabei eine kulturell gelernte Bedeutung. In Windeseile programmiert unser Gehirn "kaufen" oder "nicht kaufen", "akzeptieren" oder "nicht akzeptieren".

Viele der beschriebenen Erkenntnisse setzten Werbeagenturen bewusst ein und um. Bei der Erarbeitung einer schlagkräftigen Positionierung sollten begriffliche Allgemeinfloskeln wie Innovation, Tradition, Sicherheit oder Kundenfreundlichkeit vermieden werden. Das Wesen der Präsentation ist die Differenzierung: Der Mensch ist vor allem darauf trainiert, Unterschiede zu erkennen und wahrzunehmen.

Stehen sie als Präsentator persönlich für die Attribute wie Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Erstellen sie Präsentationen, die für Verlässlichkeit und Fürsorge stehen. Jeder Präsentator muss ein eigenes Gefühl dafür entwickeln, wie er seine Präsentation präsentiert. Stecken sie nicht zu viel Aufwand in die Suche nach dem Optimum, etwas Gutes reicht – und dann kümmern sie sich um ihre Kunden.