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Dos and Don'ts der Führungsrhetorik
Groß geprobte werden Fernsehauftritte – doch wenn es an die Rede vor der Belegschaft, Kunden, Vorgesetzten, Lieferanten, etc geht, dann fängt das Improvisieren an. Meistens wird viel geredet und wenig gesagt. Ein großer Fehler denn besonders in Zeiten des Wandels geben Worte Halt, motivieren und sorgen für Orientierung.
Arthur Koestler bemerkte einmal sehr treffend: „Worte sind Luft, aber die Luft wird zum Wind, und der Wind macht die Schiffe segeln.“ Manchmal können Worte auch zu regelrechten Tornados werden. Am falschen Ort zur falschen Zeit entsteht oft ein großer Schaden. So erging es 2006 dem Allianz Deutschland-Chef Gerhard Rupprecht, als er auf einer Betriebsversammlung verkündete, dass die Zweigniederlassung in Klön geschlossen werde. Mitarbeiter und Angestellte reagierten hierauf mit schrillen Pfiffen und Zwischenrufen. Rupprecht reagierte entsprechend. Er redete 18 Minuten, dann stand er auf und ging. Seine Rede wurde von den Mitarbeitern als „eine Frechheit, ohne Wertschätzung für uns Beschäftigt“ betitelt.
Besonders in schwierigen Zeiten, wenn negative Nachrichten vermittelt werden sollen, zeigt sich: Entscheidungen aus den Führungsetagen sind eine Sache, wie diese vermittelt und überbracht werden, eine andere. Inhalt und Form stehen oft nicht in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander. Schlechte Nachrichten werden auch noch schlecht übermittelt, ohne jeglichen Respekt für die Betroffenen. Ein absoluter Tiefpunkt des Vertrauens ist für die Leidtragenden erreicht, wenn die schlechten Nachrichten „per eMail an alle“, wohlformuliert aus der sicheren Chefetage in den Posteingang zwitschern. Oder noch schlimmer wenn man die Kündigung per SMS bekommt, wie eine Mitarbeiterin eines Londoner Unternehmens.
Leider gelingt Führung nur in den wenigsten Fällen wortlos. Ohne Worte kommen nur Verkehrsschilder aus. Je arbeitsteiliger eine Gesellschaft ist, umso wichtiger sind Reden und die Sprache zwischen den beteiligten Personen. Viele Manager missverstehen, Sprache ist eines der wichtigsten Führungswerkzeuge. Worte, Reden und Ansprachen stiften Sinn, geben Halt und Orientierung. Die Rede ist das geeignete Führungsinstrument der modernen Gesellschaft. Die richtigen Worte sind überall von größter Wichtigkeit, ob in der Politik und in der internen Unternehmenswelt. Wer führen will braucht Menschen die ihm folgen, folgen tut man jedoch nur wenn man an etwas glaubt.
Hiermit jedoch steht die Führungsrhetorik in vielen Firmen auf dem Prüfstand. Als Beispiel das Change-Management: wenn hier Unternehmensstrukturen geändert werden, verändert dies, neben den Abläufen und dem Informationsgefüge ebenso die Machtverteilung und die menschlichen Beziehungen. Gerade bei tiefer gehenden und weit reichenden Veränderungen wird jedes Wort das von „oben“ kommt auf die Goldwaage gelegt – Wortschmeicheleien führen zu Misstrauen. Sind die Informationen und Nachrichten dann auch noch nichts sagen wie z.B. „Wir möchten die Unternehmensstrukturen ändern um in Einklang mit den Anforderungen des Marktes zu kommen“. Hier kommen ausufernde Interpretationen der Mitarbeiter ins Spiel – und die Probleme des Managements fangen erst richtig an.
Jede Rede vermittelt mehr, als man akustisch hört. Das Publikum zieht immer eigene Schlüsse und stellt sich Fragen wie, „Habe ich Vertrauen zu diesem Menschen?“ oder „Ist das Unternehmen glaubwürdig?“. Wo Redner eine Deutungslücke lassen, wird diese vom Zuhörer gefüllt. Innerhalb eines Betriebs formieren sich schnell inoffizielle Analysegemeinschaften, Mitarbeiter werden zu Nachrichtenredakteuren des Flurfunks: Sie verbreiten, was sie verstanden haben – ihre eigene Deutung und Meinung. Hiefür wird oft und viel zwischen den Zeilen gelesen bzw. gehört. Schlussendlich vollführen ganze Unternehmensbereiche ein bekanntes Kinderspiel: stille Post.
Unternehmen einer bestimmten Größe, sicher und zielorientiert führen ist nur dann möglich, wenn man möglichst viele Mitarbeiter „mitnimmt“ und anspricht. Klare Sprache und eine deutliche Führung sind ein großer Bestandteil einer gelebten Unternehmensstruktur. Neue Strategien müssen erörtert werden, damit die Mitarbeiter wissen, wie sie diese in ihrem täglichen Arbeitsablauf umsetzten können. Man muss wissen wohin der Weg führt. Wird man im Dunkeln stehen gelassen, sucht man meist Wege die Entscheidung irgendwie abzufangen oder man schränkt sich in seiner Handlung ein.
Die kritischste Zielgruppe von Führungskräften sitzt oft nicht draußen vor den TV-Geräten sondern im Unternehmen selbst. Viele Manager bemerken dies leider erst im Konflikt mit dem Betriebsrat oder bei der Betriebsversammlung. Die Folgen aus der Verkennung der Situation sind meist verheerend: In Vorbereitung einer Ansprache gegenüber Mitarbeitern lassen Führungskräfte wichtige Fragen unter den Tisch fallen. Was habe ich bei der letzten Veranstaltung gesagt? Woran muss ich nun also anknüpfen? Welche Ereignisse haben uns im Unternehmen beschäftigt? Was ist unser heutiger Stand? Welche Strategie wird von den Mitbewerbern verfolgt? Wie soll unsere gemeinsame Zukunft gestaltet werden? Der interne Auftritt vor Mitarbeitern und Kollegen muss genauso präzise vorbereitet sein wie ein TV-Auftritt.
Tritt ein Manager außerhalb des Unternehmens auf, wird ein erheblicher Aufwand betrieben, um den Aufwand so gut wie möglich vorzubereiten. Dies reicht vom Reden schreiben über Stilberatung bis hin zum Auftritts-Coaching. Der Aufwand sinkt jedoch erheblich, je näher es zum Menschen kommt. Für die Versammlung der gesamten Belegschaft werden meist zumindest Daten, Fakten und Zahlen zusammen gekramt. Die Präsentation in den Einzelnen Abteilungen wird dann nur noch mit geringstem Aufwand geplant. Das Führungsgespräch mit dem einzelnen Mitarbeiter findet oft ohne entsprechende Vorbereitungen statt. Dabei sprechen Manager viel häufiger vor Mitarbeitern ihres Unternehmens als vor einem großen Publikum. Heutzutage sollte jeder Chef wissen, dass intern auch extern bedeutet, denn es bleibt nichts geheim. Journalisten haben Mittel und Wege, intern gesagtes, schnell an die Öffentlichkeit zu bringen. Inhaltlich darf es also keine abweichenden Unterschiede in den vermittelten Nachrichten geben – dies wird bemerkt und endet in Missmut. Die Ansprache an sich darf intern jedoch anders sein als extern – gewissenhafter, feinfühliger, motivierender. Interne Kommunikation trägt nämlich unmittelbar zum Unternehmenserfolg bei.
Viele sehen im Geschäftsführer einen, der es schafft allein mit Worten seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen zu bewegen – ohne Misserfolge. Welche Tipps gibt es für Führungskräfte zu beherzigen, wenn sie mit Worten erfolgreich führen wollen?
Um das zu vermitteln, was man ist, und um so aufzutreten, wie man ist, muss man erst einmal an der eigenen Person feilen – sonst geht der Schuss nach hinten los. Wahrhaftig authentisch sind Manager meist dann, wenn sie in herausfordernden Situationen versagen. Man wird nicht als professioneller Manager geboren, es bedarf ein hohes Maß an Arbeit an sich selbst durch Reflexion, Weiterbildung und Training.
Wirklich funktionierende rhetorische Erfolgsprinzipien liefert die Politik. Politiker denken meist klar und aus der Sicht der Zielgruppe blickend. So bereiten sie auch ihre Auftritte vor. Dies ist die Grundlage jeder erfolgeichen politischen Kommunikation.
Manager hingegen denken oft vom Produkt aus oder vom sachlichen Argument. So kann es zu Enttäuschungen des Publikums kommen. Man sollte daher immer im Hinterkopf haben: Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei Stiefel. Recht erhalten Sie, wenn sie im Zuhörer den richtigen Impuls anregen. Dies gelingt mit emotionaler Ansprache, nicht mit nüchternem Wortgeleier. Leider haben emotionale und psychologische Aspekte in der Sprache der Manager noch keinen festen Platz gefunden.
Führungskräfte bevorzugen oftmals Analogien aus anderen Lebensbereichen. Bei den Kosten wird „auf die Bremse getreten“, mit neuen Produkten wird in „die Offensive gegangen“, etc. Oftmals werden diese Metaphern jedoch nicht sinnvoll verwendet und sorgen so für mehr Verwirrung als Klarheit. Bei Veränderungsvorgängen irritiert es, wenn vom „Haus“, Umbau, Ausbau gesprochen wird. Ein Hausbau ist irgendwann beendet, Veränderungsprozesse sind mittlerweile jedoch eine Konstante. Besser wäre hier von einem „Weg“ zu sprechen.
Wer für ein US-amerikanisches Unternehmen hier zu Lande arbeitet, sollte sich im Storytelling üben. Denn US-Manager nutzen besonders gerne persönliche Erlebnisse, welche Sie in ihren Ansprachen und Präsentationen einbauen. Was im US-Vortrag wirkt, klingt für Europäische Ohren doch meist eher theatralisch.
Egal für welche Kommunikationstaktik man sich schlussendlich entscheidet – eins sollte immer klar sein: Wer richtig führen will, darf nicht nur mit Worten überzeugen sondern auch mit Taten. Und beides muss miteinander Harmonieren. Wer Wasser predigt und Wein trinkt muss sich nicht wundern, wenn seine Worte bei den Mitarbeitern kein Gehör finden.
Arthur Koestler bemerkte einmal sehr treffend: „Worte sind Luft, aber die Luft wird zum Wind, und der Wind macht die Schiffe segeln.“ Manchmal können Worte auch zu regelrechten Tornados werden. Am falschen Ort zur falschen Zeit entsteht oft ein großer Schaden. So erging es 2006 dem Allianz Deutschland-Chef Gerhard Rupprecht, als er auf einer Betriebsversammlung verkündete, dass die Zweigniederlassung in Klön geschlossen werde. Mitarbeiter und Angestellte reagierten hierauf mit schrillen Pfiffen und Zwischenrufen. Rupprecht reagierte entsprechend. Er redete 18 Minuten, dann stand er auf und ging. Seine Rede wurde von den Mitarbeitern als „eine Frechheit, ohne Wertschätzung für uns Beschäftigt“ betitelt.
Besonders in schwierigen Zeiten, wenn negative Nachrichten vermittelt werden sollen, zeigt sich: Entscheidungen aus den Führungsetagen sind eine Sache, wie diese vermittelt und überbracht werden, eine andere. Inhalt und Form stehen oft nicht in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander. Schlechte Nachrichten werden auch noch schlecht übermittelt, ohne jeglichen Respekt für die Betroffenen. Ein absoluter Tiefpunkt des Vertrauens ist für die Leidtragenden erreicht, wenn die schlechten Nachrichten „per eMail an alle“, wohlformuliert aus der sicheren Chefetage in den Posteingang zwitschern. Oder noch schlimmer wenn man die Kündigung per SMS bekommt, wie eine Mitarbeiterin eines Londoner Unternehmens.
Leider gelingt Führung nur in den wenigsten Fällen wortlos. Ohne Worte kommen nur Verkehrsschilder aus. Je arbeitsteiliger eine Gesellschaft ist, umso wichtiger sind Reden und die Sprache zwischen den beteiligten Personen. Viele Manager missverstehen, Sprache ist eines der wichtigsten Führungswerkzeuge. Worte, Reden und Ansprachen stiften Sinn, geben Halt und Orientierung. Die Rede ist das geeignete Führungsinstrument der modernen Gesellschaft. Die richtigen Worte sind überall von größter Wichtigkeit, ob in der Politik und in der internen Unternehmenswelt. Wer führen will braucht Menschen die ihm folgen, folgen tut man jedoch nur wenn man an etwas glaubt.
Hiermit jedoch steht die Führungsrhetorik in vielen Firmen auf dem Prüfstand. Als Beispiel das Change-Management: wenn hier Unternehmensstrukturen geändert werden, verändert dies, neben den Abläufen und dem Informationsgefüge ebenso die Machtverteilung und die menschlichen Beziehungen. Gerade bei tiefer gehenden und weit reichenden Veränderungen wird jedes Wort das von „oben“ kommt auf die Goldwaage gelegt – Wortschmeicheleien führen zu Misstrauen. Sind die Informationen und Nachrichten dann auch noch nichts sagen wie z.B. „Wir möchten die Unternehmensstrukturen ändern um in Einklang mit den Anforderungen des Marktes zu kommen“. Hier kommen ausufernde Interpretationen der Mitarbeiter ins Spiel – und die Probleme des Managements fangen erst richtig an.
Jede Rede vermittelt mehr, als man akustisch hört. Das Publikum zieht immer eigene Schlüsse und stellt sich Fragen wie, „Habe ich Vertrauen zu diesem Menschen?“ oder „Ist das Unternehmen glaubwürdig?“. Wo Redner eine Deutungslücke lassen, wird diese vom Zuhörer gefüllt. Innerhalb eines Betriebs formieren sich schnell inoffizielle Analysegemeinschaften, Mitarbeiter werden zu Nachrichtenredakteuren des Flurfunks: Sie verbreiten, was sie verstanden haben – ihre eigene Deutung und Meinung. Hiefür wird oft und viel zwischen den Zeilen gelesen bzw. gehört. Schlussendlich vollführen ganze Unternehmensbereiche ein bekanntes Kinderspiel: stille Post.
Unternehmen einer bestimmten Größe, sicher und zielorientiert führen ist nur dann möglich, wenn man möglichst viele Mitarbeiter „mitnimmt“ und anspricht. Klare Sprache und eine deutliche Führung sind ein großer Bestandteil einer gelebten Unternehmensstruktur. Neue Strategien müssen erörtert werden, damit die Mitarbeiter wissen, wie sie diese in ihrem täglichen Arbeitsablauf umsetzten können. Man muss wissen wohin der Weg führt. Wird man im Dunkeln stehen gelassen, sucht man meist Wege die Entscheidung irgendwie abzufangen oder man schränkt sich in seiner Handlung ein.
Die kritischste Zielgruppe von Führungskräften sitzt oft nicht draußen vor den TV-Geräten sondern im Unternehmen selbst. Viele Manager bemerken dies leider erst im Konflikt mit dem Betriebsrat oder bei der Betriebsversammlung. Die Folgen aus der Verkennung der Situation sind meist verheerend: In Vorbereitung einer Ansprache gegenüber Mitarbeitern lassen Führungskräfte wichtige Fragen unter den Tisch fallen. Was habe ich bei der letzten Veranstaltung gesagt? Woran muss ich nun also anknüpfen? Welche Ereignisse haben uns im Unternehmen beschäftigt? Was ist unser heutiger Stand? Welche Strategie wird von den Mitbewerbern verfolgt? Wie soll unsere gemeinsame Zukunft gestaltet werden? Der interne Auftritt vor Mitarbeitern und Kollegen muss genauso präzise vorbereitet sein wie ein TV-Auftritt.
Tritt ein Manager außerhalb des Unternehmens auf, wird ein erheblicher Aufwand betrieben, um den Aufwand so gut wie möglich vorzubereiten. Dies reicht vom Reden schreiben über Stilberatung bis hin zum Auftritts-Coaching. Der Aufwand sinkt jedoch erheblich, je näher es zum Menschen kommt. Für die Versammlung der gesamten Belegschaft werden meist zumindest Daten, Fakten und Zahlen zusammen gekramt. Die Präsentation in den Einzelnen Abteilungen wird dann nur noch mit geringstem Aufwand geplant. Das Führungsgespräch mit dem einzelnen Mitarbeiter findet oft ohne entsprechende Vorbereitungen statt. Dabei sprechen Manager viel häufiger vor Mitarbeitern ihres Unternehmens als vor einem großen Publikum. Heutzutage sollte jeder Chef wissen, dass intern auch extern bedeutet, denn es bleibt nichts geheim. Journalisten haben Mittel und Wege, intern gesagtes, schnell an die Öffentlichkeit zu bringen. Inhaltlich darf es also keine abweichenden Unterschiede in den vermittelten Nachrichten geben – dies wird bemerkt und endet in Missmut. Die Ansprache an sich darf intern jedoch anders sein als extern – gewissenhafter, feinfühliger, motivierender. Interne Kommunikation trägt nämlich unmittelbar zum Unternehmenserfolg bei.
Viele sehen im Geschäftsführer einen, der es schafft allein mit Worten seine Mitarbeiter zu Höchstleistungen zu bewegen – ohne Misserfolge. Welche Tipps gibt es für Führungskräfte zu beherzigen, wenn sie mit Worten erfolgreich führen wollen?
Um das zu vermitteln, was man ist, und um so aufzutreten, wie man ist, muss man erst einmal an der eigenen Person feilen – sonst geht der Schuss nach hinten los. Wahrhaftig authentisch sind Manager meist dann, wenn sie in herausfordernden Situationen versagen. Man wird nicht als professioneller Manager geboren, es bedarf ein hohes Maß an Arbeit an sich selbst durch Reflexion, Weiterbildung und Training.
Wirklich funktionierende rhetorische Erfolgsprinzipien liefert die Politik. Politiker denken meist klar und aus der Sicht der Zielgruppe blickend. So bereiten sie auch ihre Auftritte vor. Dies ist die Grundlage jeder erfolgeichen politischen Kommunikation.
Manager hingegen denken oft vom Produkt aus oder vom sachlichen Argument. So kann es zu Enttäuschungen des Publikums kommen. Man sollte daher immer im Hinterkopf haben: Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei Stiefel. Recht erhalten Sie, wenn sie im Zuhörer den richtigen Impuls anregen. Dies gelingt mit emotionaler Ansprache, nicht mit nüchternem Wortgeleier. Leider haben emotionale und psychologische Aspekte in der Sprache der Manager noch keinen festen Platz gefunden.
Führungskräfte bevorzugen oftmals Analogien aus anderen Lebensbereichen. Bei den Kosten wird „auf die Bremse getreten“, mit neuen Produkten wird in „die Offensive gegangen“, etc. Oftmals werden diese Metaphern jedoch nicht sinnvoll verwendet und sorgen so für mehr Verwirrung als Klarheit. Bei Veränderungsvorgängen irritiert es, wenn vom „Haus“, Umbau, Ausbau gesprochen wird. Ein Hausbau ist irgendwann beendet, Veränderungsprozesse sind mittlerweile jedoch eine Konstante. Besser wäre hier von einem „Weg“ zu sprechen.
Wer für ein US-amerikanisches Unternehmen hier zu Lande arbeitet, sollte sich im Storytelling üben. Denn US-Manager nutzen besonders gerne persönliche Erlebnisse, welche Sie in ihren Ansprachen und Präsentationen einbauen. Was im US-Vortrag wirkt, klingt für Europäische Ohren doch meist eher theatralisch.
Egal für welche Kommunikationstaktik man sich schlussendlich entscheidet – eins sollte immer klar sein: Wer richtig führen will, darf nicht nur mit Worten überzeugen sondern auch mit Taten. Und beides muss miteinander Harmonieren. Wer Wasser predigt und Wein trinkt muss sich nicht wundern, wenn seine Worte bei den Mitarbeitern kein Gehör finden.
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