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Jeder kennt das: Weiche Knie, rasender Puls, zittrige Stimme. Um erfolgreiche Präsentationen und Vorträge durchzuführen bedarf es langer Übung.

Der Leitgedanke ist klar. Jetzt nur noch eine perfekte Präsentation ablegen. Und das wars. Doch in diesem Augenblick läuft schon alles schief. Kaum richten sich die Blicke auf einen, beginnt man sich, in den doch so sehr geplanten Sätzen zu verhaspeln.

Die weichen Knie, die dünne Stimme sowie die Schweißtropfen auf der Stirn werden plötzlich sichtbar und man wird sich langsam aber sicher über die ungünstige Situation im Klaren. In diesem Moment hat man ein ganz neues Ziel vor Augen. Den Vortrag oder die Präsentation ganz schnell hinter sich zu bringen. Lampenfieber ist ein emotionaler Zustand, mit dem fast jeder, der jemals vor einem Prüfkomitee saß oder eine Rede halten musste, konfrontiert worden ist. Sich vor anderen zeigen zu müssen, gehört zu den zentralen Ängsten der Menschen. Das gilt ganz besonders für Situationen, in denen man etwas gewinnen oder verlieren kann.

Die meisten unserer Kunden haben bereits sehr unangenehme Erfahrungen machen müssen. Einige haben bei Vorträgen oder Auftritten den roten Faden verloren oder einen Blackout erlebt. Da fällt es einem auch schwer, die einfachsten Fragen zu beantworten. Keine Spur mehr von Kompetenz, Humor oder Souveränität. Stattdessen das Gefühl von Hilflosigkeit. Man fühlt sich in diesem Moment wie ein Versager. In der heutigen Zeit ist es von großer Bedeutung, wie man sich gegenüber anderen präsentiert und zeigt. Dieses Wissen steckt in vielen Köpfen. Wenn nur schon ein Auftritt nicht so ablief wie geplant, hat man Angst vor dem nächsten. Irgendwann gesellt sich dann auch noch die Angst vor der Angst dazu und verschlimmert die Situation. Aus diesem Teufelskreis kommt man nur wieder schwer heraus.

Das einzige was einem noch daraus hilft ist die Routine. Manager, Politiker, Schauspieler und andere die täglich vor Publikum sprechen müssen, wären kaum in der Lage ihren Beruf auszuüben, würden sie ständig unter Versagensängsten leiden. Eine gute Vorbereitung vor einem öffentlichen Auftritt, ist wie Experten sagen, das A und O. Egal ob es eine Rede, eine Prüfung oder ein Vortag ist – wer fachlich sattelfest ist, gerät nicht so schnell aufs Glatteis. Deshalb ist es wichtig, sich mit seinem Thema intensiv zu beschäftigen.

Zudem muss man sich immer bewusst sein, was von einem erwartet wird. Welche Botschaft möchten Sie vermitteln? Welche Rolle werden Sie einnehmen? Diese wesentlichen Fragen können eine große Hilfe für Sie sein und Ihnen helfen den Auftritt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Durch Ängste und Lampenfieber entwickeln Menschen oft eine negative Selbstwahrnehmung. Bei jedem kleinen Versprecher rechnen sie damit, von den anderen ausgelacht oder ausgebuht zu werden. Wie übertrieben solche Befürchtungen sind, hat auch ein Kunde von uns am eigenen Leib erfahren. Als er vor Jahren ein Seminar für Präsentationstechniken besuchte, wurde er gebeten eine kurze und knappe Rede vorzubereiten und zu halten. Während der Rede brach das Lampenfieber aus. Er stockte und hatte das Gefühl, sekundenlang kein Wort herausgebracht zu haben. Damit war natürlich der absolute Super-Gau eingetreten. Nach Ende des Seminars konnten sich die Teilnehmer einen Video-Mitschnitt ansehen von ihrer Rede. Dabei machte er eine aufschlussreiche Entdeckung. Statt der gefühlten Pause, hatte er seine Rede nur für wenige Augenblicke unterbrochen. Den restlichen Seminarteilnehmern fiel der Aussetzer kaum auf. So ein Erlebnis ist selbstverständlich sehr heilsam. Das Publikum verzeiht viel mehr Fehler als man denkt. Wer kleine Schwächen zeigt, wirkt auf andere menschlich und sympathisch.